In den Verwaltungsgebäuden des Firmensitzes im Gewerbegebiet Unteres Kochertal wurde etwa zeitgleich eine Erweiterung der Büroflächen durchgeführt. Die Investitionen am Standort Neuenstadt belaufen sich in Summe auf 9 Mio Euro. Das erste Gebäude am Hauptsitz des Ersatzteillieferanten, eine Montagehalle mit rund 7.000 Quadratmetern, entstand bereits 2005. Ende 2007 kam das bisherige, zweigeschossige Warenlager mit Hochregallager und einer Nutzfläche von insgesamt rund 12.000 Quadratmetern hinzu. Seither ist Motorservice stark gewachsen und die Logistik stieß an ihre Grenzen. Zudem haben sich Bestellverhalten und Anforderungen der Kunden verändert und erforderten noch schnellere Reaktionszeiten beim Versand. Deshalb wurde nicht nur die Erweiterung in Form einer neuen Halle angestrebt, sondern gleichzeitig nach Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung und Flexibilisierung der Abläufe in der Bestandshalle gesucht. Das Ergebnis ist ein neues, automatisches Kleinteilelager mit 31.000 Stellplätzen, das in die bestehende Logistik integriert wurde. Dadurch konnte gleichzeitig wertvolle Fläche für 3.500 Extra-Palettenstellplätze in der Bestandshalle geschaffen werden.
In der neuen Halle ist unter anderem ein Messzentrum zur Qualitätssicherung untergebracht. Hier stehen in einem klimatisierten Raum mehrere 3D-Koordinatenmessgeräte zur Kontrolle der Produktabmessungen zur Verfügung. Möglich wurde diese nachhaltige Investition am Standort Deutschland durch einen mit den Mitarbeitern des Unternehmens vereinbarten Ergänzungs-Tarifvertrag, der eine Fortführung der bis Ende 2016 vereinbarten 39-Stunden-Woche bis zum Jahr 2023 vorsieht. Zusätzlich wurden weitere Flexibilisierungsmöglichkeiten sowie eine Erhöhung des Leiharbeiterkontingentes auf 8 Prozent der Belegschaft vereinbart. Als Gegenzug gibt der weltweit tätige Ersatzteillieferant für diesen Zeitraum eine Standortgarantie für Neuenstadt und hält seine geplante Ausbildungsquote auch weiterhin auf dem gewohnt hohen Niveau von etwa fünf Prozent.






