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Qualitätstest bei Filterpapieren

Wie kann man die Qualität von Filterpapier testen? Eine Erklärung, wie der Luftblasentest oder Bubble-Test funktioniert und was der Differenzdruck ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Filterpapier unterliegt strengen Qualitätskontrollen. Eines der wichtigsten Prüfverfahren stellt der sogenannte Luftblasentest (Bubble-Test) dar. Vereinfacht gesagt, geht es in diesem Test darum, das zu prüfende Papier mit einer genau definierten Flüssigkeit zu tränken und es anschließend verschiedenen Prüfdrücken auszusetzen. 

Die erste Luftblase lässt sich so rechnerisch der größten vorhandenen Pore zuordnen. Die geschlossene Überdeckung des Prüflings mit Luftblasen ergibt Auskunft über die durchschnittliche Verteilung der Porengrößen. Denn: „Große Poren erfordern niedrige Belastungsdrücke, kleine Poren hingegen hohe Belastungsdrücke“. 

Des Weiteren wird bei dieser Methode auch der Differenzdruck ermittelt. Der Test ist verhältnismäßig einfach durchzuführen und dennoch sehr genau. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass er nur Vergleichswerte zu anderen Papieren liefert. Als Ergänzung werden in der Praxis noch Abscheideversuche mit Testpartikeln durchgeführt (direkte Methode nach DIN ISO 5011). Die nachstehende Abbildung zeigt den Prüfaufbau zur Ermittlung des Abscheidegrades und der Staubkapazität von Filterelementen. 

Aus den dabei ermittelten Ergebnissen kann das richtige Filterpapier für jede Anwendung exakt definiert werden.


1 Einlassrohr
2 Staubinjektor
3 Gehäuse zur Staubzugabe
4 Auslassrohr
5 Druckmesseinrichtung
6 Absolutfilter
7 Volumenstrommessgerät
8 Einrichtung zur Steuerung des Volumenstroms
9 Absauggebläse
10 Filter