Pleuelstangen

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Pleuelstangen im Fokus

  • Pleuelstangen verbinden die Kurbelwelle mit den Kolben und übertragen so die Gas- und Massenkräfte auf die Kurbelzapfen der Kurbelwelle. Die Pleuelstange führt den Kolben im Zylinder auf und ab.
  • Das kleine ungeteilte Pleuelauge auf der Kolbenseite zur Lagerung des Kolbenbolzens verfügt über eine Pleuellagerbuchse aus Bronze.
  • Die Pleuelstange ist über Pleuellagerschalen auf dem Kurbelzapfen der Kurbelwelle gelagert. Das große Pleuelauge ist zur Montage auf der Kurbelwelle geteilt. Um den Kolbenbolzen mit Schmieröl zu versorgen, verfügt die Pleuelstange häufig über eine Bohrung zwischen dem kleinen und großen Pleuelauge.
  • Die Pleuelstange wird aus Stahl geschmiedet oder gegossen, wobei je nach Beanspruchung legierter oder vergüteter Stahl verwendet wird.
  • Pleuelstangen müssen ausgetauscht werden, wenn sie gebrochen oder verbogen sind oder die Lageraufnahme der Pleuel zerstört wurden.  Falls die anderen Pleuelstangen keine Beschädigungen aufweisen, können Sie die Pleuelstangen in NKW-Motoren auch einzeln ersetzen.

Aufbau

1 kleines Pleuelauge
2 Pleuelbuchse (fehlt in der Zeichnung)
3 Ölbohrung
4 Lagergrundbohrung
5 Lagerdeckel
6 Pleuelschraube
7 großes Pleuelauge

Bestandteile

Pleuelkopf

Als Pleuelkopf werden das kleine Pleuelauge und die Pleuelbuchse bezeichnet. Der Kolben ist durch den Kolbenbolzen mit dem Pleuelkopf verbunden.

Pleuelschaft

Der Pleuelschaft verbindet den Pleuelkopf mit dem Pleuelfuß. Der Pleuelschaft hat meist einen Doppel-T-Querschnitt. In vielen Pleuel befindet sich ein Ölkanal, durch den das kleine Pleuelauge zusätzlich mit Drucköl versorgt wird.

Pleuelfuß

Als Pleuelfuß wird der untere Teil der Pleuelstange bezeichnet, der die Pleuellagerzapfen der Kurbelwelle umschließt.

Die Trennflächen des großen Pleuelauges

können glatt, verzahnt oder gecrackt sein. Der Lagerdeckel des Pleuelfußes wird mit zwei Pleuelschrauben befestigt.

Ausführungen

Gerade Teilung und Schrägteilung

Bei sehr groß dimensionierten Kurbelzapfen, können die Pleuelstangen schräg geteilt sein. Die Schrägstellung ist notwendig um die Pleuel trotz des großen Pleuelauges durch die Zylinderbohrung
schieben zu können. Bei schräg geteilten Pleuelstangen muss – insbesondere in Reihenmotoren – die Einbaulage beachtet werden.

Gecrackte Trennflächen

Gecrackte Pleuel werden erst einteilig hergestellt, dann mit Bruchkerben (Sinterpleuel) oder mit einer Laserkerbe (Stahlpleuel) versehen und danach gezielt in zwei Teile gebrochen (Cracken). Beide Teile
werden bei der Pleuelmontage verschraubt, wobei sie aufgrund der Bruchstelle exakt zusammenpassen. Pleuel und Pleueldeckel müssen auf Grund der individuellen Bruchgeometrie immer zusammen verwendet
werden und sind nicht einzeln austauschbar. Gecrackte Pleuel sind hinsichtlich Festigkeit, Kosten und Fertigungsgenauigkeit vorteilhaft.
Die Trennflächen sind nach der Montage fast nicht sichtbar. Pleuel und Pleueldeckel sitzen sehr exakt aufeinander und ermöglichen dadurch die bestmögliche Kraftübertragung.

Gefräste oder geschliffene Trennflächen

Ein weiteres Verfahren zur Erstellung der Pleuellagerdeckel ist das Trennen oder Sägen. Das große Pleuelauge wird auseinander gesägt, anschließend werden die Trennflächen gefräst und ggf. geschliffen.
Die Fixierung der Pleuellagerdeckel erfolgt bei ebenen Trennflächen über Passschrauben oder Passstifte. Gezahnte Trennflächen benötigen aufgrund der Verzahnung keine weitere Fixierung.

Parallelpleuel und Trapezpleuel

Die stetig steigenden Verbrennungsdrücke führen zu immer höheren Belastungen in der Kolbenbolzenaufnahme der Pleuelstangen. Um die höheren Kräfte besser aufnehmen zu können, wurde durch den Einsatz von Trapezpleueln die nutzbare Lagerfläche der Pleuellagerbuchsen vergrößert.

Produktprogramm

Parallel- und Trapezpleuelstangen

  • Gecrackt
  • Gezahnt
  • Gesägt

Zubehör:

  • Pleuelbuchse
  • Pleuelschrauben