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21.09.2022 | Pressemitteilung

Erste AKF-Pumpe im Aftermarket

Motorservice bietet als einziger Anbieter im Aftermarket eine elektrische Pumpe zum Spülen des Aktivkohlefilters (AKF) an. Die AKF-Pumpe 7.11390.00.0 wurde von Pierburg in Deutschland entwickelt und 2018 als Weltneuheit auf den Markt gebracht. Seither findet sie wachsende Anwendung in der Serienproduktion einer Vielzahl namhafter Automobilhersteller – wodurch sie über ein beachtliches Potenzial im Aftermarket verfügt. Die Pumpe führt die Kraftstoffdämpfe im AKF der Verbrennung zu und reduziert so die Schadstoffemission des Fahrzeuges.

Sie besteht aus einer zentrifugalen elektrischen Gaspumpe, die von einem einphasigen Motor angetrieben wird und mit einem Durchsatz von bis zu 50 Litern pro Minute bei gleichzeitigem Druck von lediglich etwa 0,1 bar arbeitet. Ihre thermische Widerstandsfähigkeit wird durch eine innovative aktive Kühlung der Elektronik erhöht. Diese stellt sicher, dass die Pumpe auch den schwierigen Bedingungen im Motorraum standhält: Umgebungstemperaturen von -10 Grad bis +105 Grad stellen somit kein Problem dar. Zusätzlich ist sie mit einem integrierten Drucksensor versehen, um den Systemdruck an die Steuereinheit des Fahrzeugs zu melden.

 

Funktionsweise der AKF-Pumpe
Im Kraftstofftank bilden sich gesundheitsschädliche Gase aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen. Um zu verhindern, dass diese in die Umwelt gelangen, werden die Kraftstoffdämpfe durch das Tankentlüftungssystem in einem Aktivkohlefilter (AKF) gebunden. Das Tankentlüftungssystem belüftet außerdem den Kraftstofftank, damit durch den entnommenen Kraftstoff, beim Betanken oder durch wechselnde Außentemperaturen kein Unter- oder Überdruck im Kraftstofftank entsteht.

Da die Speicherkapazität des Aktivkohlefilters begrenzt ist, muss er regelmäßig „regeneriert“ werden, um eine Sättigung zu vermeiden. In Betriebszuständen, in denen die zusätzliche Menge an Kraftstoff für den Motor und den Verbrennungsprozess tolerierbar ist, werden die Kraftstoffdämpfe aus dem Aktivkohlefilter der Ansaugluft wieder zugemischt. Dazu werden die Kraftstoffdämpfe mit Hilfe der AKF-Pumpe aus dem Aktivkohlefilter gesaugt und über ein Spülventil kontrolliert der Verbrennung zugeführt. Damit sich während der Regeneration kein Unterdruck im Aktivkohlefilter bilden kann, wird er über ein dann geöffnetes Belüftungsventil belüftet. Mit der zugeführten Frischluft wird der Aktivkohlefilter gespült.

In der Vergangenheit war der Unterdruck im Saugrohr ausreichend, um die Kraftstoffdämpfe in den Motor und gleichzeitig frische Luft in den Aktivkohlefilter zu saugen. Bei modernen Motorengenerationen herrscht jedoch kaum noch ein Unterdruck im Saugrohr. Durch Umweltvorschriften ist auch das Zeitfenster begrenzt, das zum Regenerieren des Filters zur Verfügung steht. Daher wird in diesem Fall die AKF-Pumpe zur aktiven Regeneration des Aktivkohlefilters eingesetzt.

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